Bergauf - Bergab in den deutschen Mittelgebirgen
Letzte Aktualisierung: 27.05.2026
© Erich Arndt
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Mittelgebirge
Geografie:
Das
Nordpfälzer
Bergland
liegt
–
grob
abgegrenzt
–
zwischen
der
saarländischen
Stadt
St.
Wendel
im
Westen
und
den
drei
zu
Rheinland-Pfalz
gehörenden
Städten
Bad
Kreuznach
im
Norden,
Alzey
im
Osten
und
Kaiserslautern
im
Süden,
wobei
diese
Orte
selbst
nicht
mehr
dazugezählt
werden.
Die
höchste
Erhebung
ist
der
Donnersberg.
Aufstiegs-
und
Abstiegsroute:
Die
8,6
km
lange
Tour
ist
als
Rundweg
angelegt,
sie
startet
und
endet
am
Wanderparkplatz
Donnersbergstraße,
der
zum
Ort
Dannenfels gehört (siege GPS-Track).
Anstrengung:
Mittelschwere
Bergtour
(T2),
gute
Grundkondition
erforderlich,
leicht
begehbare
Wege, kein besonderes Können erforderlich.
Ausrüstung:
Dem Wetter angepasste Wanderausrüstung.
Gefahren:
Keine.
Im Reisetagebuch geblättert
(Dienstag, 19.05.2026)
Der Donnersberg birgt viel Geschichte aus der Eisenzeit
U
nd
wieder
geht
es
auf
Wanderschaft
in
die
Berge.
Die
Anfahrt
zum
Startpunkt
ist
53
km
lang
und
dauert
etwa
eine
Stunde.
Diesmal
starten
Brigitte
und
ich
in
der
Nähe
des
Ortes
Dannenfels
vom
gleichnamigen
Wanderparkplatz.
Die
Tour
im
Nordpfälzer
Bergland
beginnt
um
8:45
Uhr.
Nach
knapp
einem
Kilometer
gibt
es
einen
schönen
Aussichtsplatz
mit
Blick
auf
den
Rheingraben.
Nach
einer
Rast
geht
es
weiter
bergan
bis
der
Adlerbogen
erreicht
ist.
Der
Ausblick
in
Richtung
Osten
über
das
Zellertal
und
Worms
bis
hin
zum
Odenwald
ist
ein
Highlight
der
Wanderung
und
der
Adlerbogen
gibt
dem
Ganzen
noch
einen
schönen
Rahmen dazu.
Der
auf
Vulkangestein
stehende
12,50
m
lange
stählerner
Triumphbogen
mit
dem
Adler
obendrauf
wurde
auf
dem
545
m
hohen
Moltkefelsen
an
der
Ostflanke
des
Donnersbergs
errichtet.
Der
Adlerbogen
gilt
als
bedeutendes
Zeugnis
der
kunstgeschichtlichen
Entwicklung
des
Denkmals
im
Deutschen
Kaiserreich
und
ordnet
sich
in
die
touristische
Erschließung
des
Bergmassivs
ein.
Nachdem
die
schöne
Aussicht
genossen
ist,
gönnen
wir
uns
noch
eine
Verschnaufpause,
bevor
es
weiter
empor
geht.
Der
folgende
Abschnitt
der
Wanderung
widmet
sich
den
Kelten,
einer
Volksgruppe
der
Eisenzeit.
Wir
wandern
entlang
des
Keltischen Skulpturenweges.
Die
13
Werke
die
es
hier
zu
sehen
gibt
wurden
in
den
Jahren
2013
und
2014
gefertigt.
Sie
greifen
unterschiedliche
Thematiken
aus
der
Welt
der
Kelten
auf:
z.
Bsp.
Gottheiten,
Artefakte
oder
Themen
der
Eisenverarbeitung.
Infotafeln
geben
jeweils
Auskunft
über
den
Hintergrund und die Entstehung der Skulpturen. Eine Auswahl:
Skulptur: Drei Zeitalter
Skulptur: Die Kraft des Stieres
Skulptur: Doppelspitzbarren (Roheisen) in Form eines Sterns
Skulptur: Cernunnos – Gott des Waldes und der Tiere
Skulptur:
Der
Eber
–
taucht
im
Zusammenhang
mit
Krieg
und
Beutezügen auf
Skulptur
Epona
–
das
ist
die
Pferde-
und
Fruchtbarkeitsgöttin
der
Kelten
Etwas
abweichend
vom
Skulpturenweg
liegt
der
Hirtenfels.
Über
einen
Bergpfad
(T2)
geht
es
zum
Kosakenfelsen
und
dann
hinauf
zur
felsigen
Aussichtskanzel.
Auch
hier
wird
man
für
die
Mühen
mit
einer
schönen
Fernsicht belohnt.
Wie
gekommen
wandern
wir
zurück
zum
Skulpturenweg
und
weiter
zum
Hochplateau
des
Berges.
Dort
befinden
sich
Reste
einer
zweigeteilten
keltischen
Ringwallanlage,
die
mit
insgesamt
8,5
km
Länge
eine
der
größten
dieser
Art
nördlich
der
Alpen
ist.
Ein
kleines
Teilstück,
das
rekonstruiert
wurde,
sehen
wir
uns
aus
der
Nähe
an.
Die
Reste
der
Anlage
sind
leicht
zu
übersehen,
denn
die
Natur
hat
sich
zurückerobert
was
ihr
einst
gehörte.
An
einem
Kiosk,
der
allerdings
auch
nur
an
den
Wochenenden
geöffnet
hat,
gibt
es
so
allerlei
Dinge
wie
Andenken,
Keltenwegwanderkarten,
Eis
und
Getränke.
Hier
kann
man
auch
für
eine
kleine
Spende
die
Zugangsberechtigung
für
den
Ludwigsturm
erhalten.
Die
Turmbesteigung
fällt
aber
leider
für
uns
aus.
Der
Turm
wird saniert und außerdem ist kein Wochenende!
Wenn
es
nicht
der
Turm
sein
kann,
dann
wenigstens
ein
Gedenkstein.
In
der
Nähe
des
Turmes
befindet
sich
der
Ritterstein
des
Prinzregenten
Luitpold
Karl
Joseph
Wilhelm
von
Bayern
(1821-1912).
Eine
Tafel
erinnert
an
seinen
70.
Geburtstag.
Luitpold
war
Nachfolger
und
Onkel
König
Ludwig
II.
von
Bayern,
dessen
Name
der
Turm
trägt.
Er
regierte
nach dem Tod Ludwigs von 1886 bis 1912.
Der
markant
aussehende
Sendeturm
des
Südwestrundfunks,
der
sich
in
der
Nähe
befindet,
darf
auch
nicht
bestiegen
werden
und
so
wandern
wir
durch
die
ehemalige
Torgasse
(eines
der
keltischen
Zangentore
durch
den
Ringwall))
weiter
zum
Gipfel
des
686,50
m
hohen
Donnersbergs, der auch Königsstuhl genannt wird.
Der
Name
basiert
darauf,
dass
die
aus
der
Umgebung
herausragenden
Felsmassen
mit
viel
Fantasie
einem
Thron
ähneln.
Der
Donnersberg
ist
vulkanischen
Ursprungs
und
hebt
sich
deutlich
vom
Umland
ab.
Es
kam
hier
allerdings
nicht
zum
Ausbruch.
Das
aufsteigende
Magma
kühlte
unter
der
Erdoberfläche
ab
und
nachdem
die
umliegenden
Schichten
durch
Erosion
abgetragen
wurden,
bildet
das
erkaltete,
harte
Magmagestein
(Rhy
o
lith)
heute
den
Berg.
Zahlreiche
schöne
Wanderwege
ziehen
sich
über
das
bewaldete
Massiv.
Wir
genießen
einige
Minuten
den
Blick
vom
Höchsten
im
Nordpfälzer
Bergland
bevor
es
wieder
von
der
markanten
Felsformation
herunter
geht.
Der
Rückweg
führt
über
die
Keltenhütte,
die
auf
etwa
660
m
auf
einer
Anhöhe
liegt.
Die
Hütte
hat
allerdings
nur
am
Sonnabend
und
an
Sonn-
und
Feiertagen
geöffnet.
Die
Pfälzer
Spezialitäten,
die
dort
u.a.
angeboten
werden,
bleiben
uns
somit
leider
versagt.
Der
weitere
Abstieg
führt
nochmals
über
ein
Stück
des
Keltenwalls
und
später
am
Aussichtspunkt
„
Ottes
Plätzchen
“
vorbei.
Die
Wanderung
endet
nach
8,6 km dort, wo sie begonnen hat.
Im
Ort
Dannenfels
besichtigen
wir
noch
„
Die
dicke
Keschde
“,
den
ältesten
Ess-Kastanienbaum
nördlich
der
Alpen.
Das
Alter
wird
auf
400
bis
900
Jahre
geschätzt.
Nicht
nur
ihr
hohes
Alter
machte
ihr
zu
schaffen,
auch
der
Platzmangel
an
der
engen
und
viel
befahrenen
Straße
in
Dannenfels
sowie
Hitze
und
Trockenheit
setzten
der
Kastanie
in
den
vergangenen
Jahrzehnten
ziemlich
zu,
sodass
die
morsche
Krone aus Sicherheitsgründen zurückgeschnitten werden musste.
Die deutschen Mittelgebirge und ihre Gipfel
NORDPFÄLZER BERGLAND