Bergauf - Bergab in den deutschen Mittelgebirgen
Letzte Aktualisierung: 27.05.2026
© Erich Arndt
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Mittelgebirge
Geografie:
Der
Pfälzerwald
,
in
naturräumlichen
Gliederungen
auch
Haardtgebirge
ist
eines
der
größten
zusammenhängenden
Waldgebiete
Deutschlands.
Seine
Ausdehnung
im
Bundesland
Rheinland-Pfalz
beträgt,
je
nach
naturräumlicher
Abgrenzung,
1.589,4 km².
Nur
30 Prozent
kleiner
ist
die
südliche
Fortsetzung
des
Naturraums
auf französischem Boden, die hier Nordvogesen genannt werden.
Aufstiegs- und Abstiegsroute:
Die
8,5
km
lange
Tour
ist
als
Rundweg
angelegt,
sie
startet
und
endet
im
Ort
St.
Martin (siege GPS-Track).
Anstrengung:
Mittelschwere Bergtour (T2), gute Grundkondition erforderlich, leicht
begehbare Wege, kein besonderes Können erforderlich.
Ausrüstung:
Dem Wetter angepasste Wanderausrüstung.
Gefahren:
Keine.
Im Reisetagebuch geblättert
(Mittwoch, 20.05.2026)
Kahler Berg, hoher Berg, Gipfelberg - die Kalmit ist alles!
G
ut
gestärkt
fahren
wir
mit
dem
Auto
zum
Startpunkt
der
anstehenden
Wanderung
durch
den
Pfälzer
Wald.
Sankt
Martin
liegt
im
Herzen
des
Weinlandes
Rheinland-Pfalz
im
Landkreis
Südliche
Weinstraße.
Die
Gegend
ist
seit
der
Römerzeit
besiedelt.
Für
uns
ist
das
Dorf
ein
guter
Ausgangspunkt.
Gestartet
wird
um
8:30
Uhr
am
Weg
Im
Dörnel
,
denn
dort
eröffnet
sich
ein
schöner
Blick
über
St.
Martin
hinüber
bis
zum
Rheintal.
Wir
folgen
der
Straße
und
gelangen
zu
einem
historischen
Ortsschild
mit
der
in
Holz
gearbeiteten
Aufschrift:
Weinort St. Martin
.
Der
weitere
Weg
führt
durch
Weinberge
mit
Blick
zum
Hambacher
Schloss.
Aber
auch
in
der
Nähe
gibt
es
etwas
zu
entdecken:
Es
handelt
sich
um
die
Skulptur
„
to
see
beyond
“
(darüber
hinaussehen).
Das
Kunstwerk
wurde
von
Tim
Norris
(England)
erschaffen
und
im
August
2023
errichtet.
Es
ist
Teil
des
Kunstpfad-Projektes
in
der
Verbandsgemeinde
Maikammer.
Inmitten
der
Weinberge
gibt
es
auch
einen
Rastplatz
mit
wundervollen
Ausblicken
bis
hin
zum
Odenwald
und Schwarzwald.
Ein
nächster
Blickfang
auf
der
Wanderung
ist
der
Alsterbrunnen.
Das
Bauwerk
ist
ein
senkrecht
stehender
rechteckiger
Sandsteinblock.
Er
trägt
die
geschwungene
Inschrift:
„
ALSTER
/
BRUNNEN
“.
Unter
der
Eintragung
ist
ein
Bildnis
eingemeißelt.
Der
Kopf
mit
auffallender
Haarpracht
und
langem
Bart
ist
markant
aus
dem
Stein
herausgearbeitet.
Der
Blick
ist
auf
den
Betrachter
des
Steines
gerichtet.
Aus
dem
Mund
ragt
ein
Rohr.
Daraus
ergießt
sich
Wasser
in
einen
vor
dem
Stein
stehenden
Trog.
Die
Anlage
steht
am
Eingang
zum
Alsterweiler
Tälchen,
am
Wanderweg
Deutsche
Weinstraße,
unmittelbar am Alsterbach.
Stetig
ansteigend
führt
von
dort
der
steile
Waldpfad
rund
240
Höhenmeter
empor
bis
zu
einem
Fußgängertunnel.
Die
kuriose
Unterführung
quert
die
bis
zum
Gipfel
führende
Kalmitstraße.
Wenige
Meter
unterhalb
der
Kalmit-Hochfläche
stoßen
Brigitte
und
ich
auf
denkwürdige
geschichtliche
Spuren:
Ein
Gedenkstein
von
1939
„
Den
Heldentod
fürs
Vaterland
starb…
“
zur
Erinnerung
an
die
Toten
des
1.
Weltkrieges.
Dabei
hat
ein
Adler
ein
Namensbanner
des
Pfälzerwald-Vereins Maikammer/Alsterweiler in seinen Fängen.
Nach
der
Inaugenscheinnahme
der
Denkmäler
geht’s
hinauf
zum
höchsten
Berg
des
Pfälzer
Waldes,
den
673,64
m
hohen
Kalmit.
Über
den
Namensursprung
gibt
es
unterschiedliche
Theorien,
die
beispielsweise
eine
Deutung
als
kahler
Berg
oder
hoher
Berg
bzw.
Gipfelberg
zulassen.
Ebenso
wird
von
die
Kalmit
oder
auch
zur
Abgrenzung
gegenüber
dem
Kleinen
Kalmit
vom
Großer
Kalmit
gesprochen.
Mit
Interesse
wenden
wir
und
zuerst
den
Höhenmarkierungen
zu.
Der
amtliche
Höhenfestpunkt
/
Vermessungspunkt
des
Landesamtes
für
Vermessung
und
Geobasisdaten
von
Rheinland-Pfalz
befindet
sich
direkt
an
der
Außenwand
des
Kalmitturmes.
Er
ist
etwa
50
cm
oberhalb
der
großen
Sitzbank
zu
finden.
Der
Punkt
sitzt
auf
675,241
Metern
ü.
NN.
Des
Weiteren
ist
rechts
neben
dem
Treppenaufgang
des
Turms,
ein
klassischer
trigonometrischer
Punkt
in
Form
eines
Granitsteins
im
Boden
eingelassen.
Die
nicht-amtliche
Höhe
des
Steines
liegt
bei
672,89
Metern
ü.
NN.
Der
historische
Granitstein
stammt
aus
dem
Jahr
1899.
Er
diente
lange
Zeit
als
offizieller
Referenzpunkt
für
die
Höhe des Berges.
Im
Jahr
2024
wurde
festgestellt,
dass
die
Kalmit
tatsächlich
etwas
höher
ist
als
der
alte
TP-Stein
suggeriert.
Direkt
vor
dem
Kalmithaus,
der
Pfälzerwald-Hütte,
befindet
sich
ein
natürlich
gewachsener
Sandsteinfelsen.
Die
Oberkante
des
Felsen
misst
673,64
m
und
ist
nun
exakt
die
aktuelle
Höhe
des
Berges.
Unsere
Gipfelfotos
werden
am
Denkmal
für
König
Maximilian
I.
und
auf
einem
Sandsteinfelsen,
der
sich
auf dem Gipfelplateau befindet, aufgenommen.
Nachdem
die
Höhenfrage
des
Berges
geklärt
ist,
werden
dessen
Aufbauten
in
Augenschein
genommen.
Auf
der
Bergkuppe
stehen
der
Aussichtsturm
Kalmit
mit
Relaisfunkstelle,
Wetterstation
und
Fernsicht-Messstation,
der
Sender
Kalmit,
das
erwähnte
Denkmal
für
König
Maximilian
I.
und
das
Kalmithaus.
Leider
ist
der
Aussichtsturm
schon
seit
längerem,
angeblich
wegen
der
vielen
technischen
Anlage,
für
die
Öffentlichkeit
gesperrt.
Dennoch
soll
kurz
über
seine
Geschichte
berichtet
werden:
Nachdem
der
im
Jahre
1868
auf
dem
Gipfel
gebaute
Aussichtsturm
eingestürzt
war,
errichtete
in
den
Jahren
1928/29
der
Pfälzerwald-Verein
einen
neuen,
21 m
hohen
Turm.
Er
war
von
Anfang
an
mit
Wohnräumen,
elektrischem
Licht
und
fließendem
Wasser
ausgestattet.
Von
diesem
Turm
gibt
es
einen
Panoramablick,
nicht
nur
über
den
gesamten
Pfälzerwald
und
auf
die
sich
südlich
anschließenden
Vogesen,
sondern
bei
klarer
Sicht
auch
bis
hin
zu
den
Höhenzügen des Hunsrück, Taunus, Odenwalds und Schwarzwalds.
Direkt
neben
dem
Turmeingang
findet
man
auf
einem
Sockel
aus
Sandsteinquadern,
das
Denkmal
für
König
Maximilian
I.
Der
Text
auf
der
Vorderseite lautet:
„Maximiliano Josepho Regi Bavariae Primo in annum XXV gloriosissimi
eius regiminis hocce monumentum fides pietas et gratitudo civium pagi
Maikammer et Alsterweiler erexerunt vivo anno MDCCC XXIV.“
Frei übersetzt:
„Die Bürger der Dörfer Maikammer und Alsterweiler haben im Jahr 1824
dieses Denkmal in Treue, Frömmigkeit und Dankbarkeit für Maximilian
Josef I., König von Bayern, errichtet, um sein 25-jähriges glorreiches
Herrschaftsjubiläum zu feiern.“
Die
Vorderseite
des
Sockels
ist
nach
Osten
ausgerichtet
und
wird
von
der
oben
wiedergegebenen
Inschrift
geziert.
Auf
einem
zweiten
Sockel
darüber
befinden
sich
an
den
vier
Seiten
weitere
Inschriften,
die
in
stilisierten Schildern eingemeißelt sind.
Der
Besuch,
der
vom
Pfälzerwald-Verein
bewirtschafteten
Hütte
ist
ein
Muss
und
wird
auch
von
den
sächsischen
Wanderern
Erich
und
Brigitte
nicht
ausgelassen.
Wir
lassen
uns
einen
Flammkuchen
mit
Lachs
und
zwei
Radler schmecken.
Nach
dem
Imbiss
wandern
wir
dann
über
den
völlig
unspektakulären
Breitenberggipfel
(545,2
m
ü.
NHN),
der
völlig
bewaldet
ist,
dem
Trail
folgend zurück nach St. Martin.
Die deutschen Mittelgebirge und ihre Gipfel
PFÄLZERWALD