Bergauf - Bergab in den deutschen Mittelgebirgen
Letzte Aktualisierung: 27.05.2026
© Erich Arndt
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Mittelgebirge
Geografie:
Der
Spessart
wird
im
Wesentlichen
durch
drei
Flüsse
eingefasst:
vom
Main
zwischen
Gemünden
und
Hanau,
von
der
Kinzing
im
Norden
und
von
der
Sinn
im
Nordosten.
Merkspruch:
„Kinzig,
Sinn
und
Main
schließen
rings
den
Spessart
ein.“
Er
erscheint
als
waldiges
Massengebirge
mit
abgerundeten
Kuppen.
Die
unteren
Abhänge
sind
besiedelt
oder
landwirtschaftlich
genutzt,
auf
den
Höhen
bedecken
Eichen-
und
Buchenwälder
den
Spessart.
Die
höchste
natürliche
Erhebung ist der Geiersberg.
Aufstiegs- und Abstiegsroute:
Die Wanderung ist als Rundweg (siehe GPS-Track) angelegt.
Anstrengung:
Mittelschwere
Wanderung.
Gute
Grundkondition
erforderlich.
Überwiegend
gut
begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.
Ausrüstung:
Wanderausrüstung; festes Schuhwerk; ggf. Wetterschutzkleidung.
Gefahren:
Keine.
Im Reisetagebuch geblättert
(Sonntag, 17.05.2026)
Der Spessart - eine Perle der Erinnerung
U
m
6:30
Uhr
geht’s
an
einem
sonnigen
Tag
bei
frischen
8°C
aus
den
Betten.
Wir
sind
gut
vorbereitet,
frühstücken
und
starten
um
7:45
Uhr
die
nunmehr
letzte
Mittelgebirgstour
in
Deutschland.
Die
367
km
lange
Fahrt
bis
zum
Ausgangspunkt
der
ersten
Wanderung,
dem
Parkplatz in Rohrbrunn, verläuft ohne Staus.
Um
11:45
Uhr
sind
die
Wanderschuhe
geschnürt,
die
Rucksäcke
geschultert,
es
geht
los.
Meine
Erinnerung
an
den
Spessart
gehen
in
das
Jahr
1960
zurück,
als
in
den
Kinos
der
DDR
die
deutsche
Filmkomödie
Das
Wirtshaus
im
Spessart
gezeigt
wurde.
In
den
Hauptrollen
spielte
Liselotte
Pulver
die
Franziska
Comtesse
von
und
zu
Sandau
und
Carlos
Thompson
den
Räuberhauptmann.
Das
im
Jahr
1412
erbaute
Wasserschloss
Mespelbrunn,
das
damals
als
Hauptdrehort
diente,
liegt
10
km
vom
Parkplatz
Rohrbrunn
entfernt.
Doch
darauf
komme
ich
später nochmals zurück.
Der
Spessart
ist
das
größte
zusammenhängende
Mischlaubwaldgebiet
Deutschlands,
das
durch
kleine
Täler,
mäßige
Höhen
und
sanfte
Hänge
charakterisiert
ist.
Diese
Gegebenheiten
machten
sich
schon
im
Mittelalter
Kaufleute
zunutze,
die
auf
dem
Eselsweg
oder
der
Birkenhainer
Straße
den
Spessart
durchquerten
und
dadurch
die
Zölle
sparen
konnten,
die
im
Maintal
in
praktisch
jedem
Ort
erhoben
wurden.
Dafür
hatten
sie
mit
einem
anderen
Problem
zu
kämpfen:
den
Räubern.
Von
deren
Ruf
zehrt
der
Spessart
bis
heute.
Der
Name
des
Mittelgebirges
leitet
sich
aus
den
Worten
Specht
und
Hardt
(Bergwald
)
her,
also
„
Spechtswald
“.
So
ist
der
Schwarzspecht
auch
das
Symbolbild
der weiten Buchenwaldlandschaft.
Nach
etwa
einem
halben
Kilometer
Wanderung
lenken
zwei
Baumpärchen
die
Blicke
auf
sich.
Die
verschlungenen
Buchen
sind
ein
Liebespaar
der
Natur.
Mit
etwas
Phantasie
kann
man
sich
1,5
km
weiter,
an
einem
Baum
ein
Elefantengesicht
vorstellen.
Eine
Ausbeulung
am
unteren
Stamm
ähneln
Kopf
und
Rüssel
eines
ebensolchen
Tieres.
Am
Wanderkilometer
3,3
ist
mit
etwas
Vorstellungskraft
ein
Krokodil
an
einem
Totholzstamm
vorstellbar.
Etwa
700
m
weiter
gelangen
Brigitte
und
ich
an
eine
7-Wege-Kreuzung.
Hier
müssen
wir
gut
aufpassen,
um
den
richtigen
Pfad
zum
Gipfel
zu
finden.
Das
flach
gewölbte
Gelände
des
Geiersbergs
weist
zwei
kaum
wahrnehmbare
Anhöhen
auf.
Zuerst
wandern
wir
zum
586
m
hohe
Berggipfel,
den
Geiersberg.
Der
höchste
Punkt
im
Spessart
ist
gepflegt,
gehegt,
bewaldet
und
recht
flach.
Immerhin
gibt
es
ein
Gipfelkreuz
und
auch
ein
Buch
in
dem
sich
der
Besucher
eintragen
kann.
Eine
Bank
am
Wegesrand
lädt
zur
Rast
ein.
Am
Gipfelkreuz
führt
eine
Forststraße
vorbei,
somit
ist
es
nicht
nur
Wanderern
wie
uns
vorenthalten
den
Gipfel
zu
besuchen.
Nach
einer
Rast
und
Inaugenscheinnahme
der
Gipfelregion
geht
es
weiter
zur
südlich
gelegenen
zweiten
Anhöhe.
Auf
ihr
befinden
sich
zwei
Türme
des
Senders
Breitensol.
Der
Höchste
von
ihnen
streckt
die
Spitze
124
m
in
den
Himmel.
Sein
Unter-
und
Oberbau
ist eine Stahlkonstruktion. Der niedrigere Turm steht frei.
In
Zeiten
des
kalten
Krieges
waren
in
den
Gebäuden
am
Fuß
der
Türme
Soldaten
der
US-Armee
stationiert,
die
in
Richtung
DDR
und
wohl
auch
in
Richtung
Westen
spioniert
haben.
Von
1966
bis
2008
wurden
von
hier
Teile
des
Spessarts
mit
Fernsehsignalen
versorg.
Heute
wird
die
Anlage
für Mobil- und Richtfunk genutzt.
Auf
dem
weiteren
Weg
geht
es
dann
gemächlich
bergab
zum
Wanderparkplatz,
der
gegen
14:15
Uhr
erreicht
wird.
Auf
dem
Weg
nach
Aschaffenburg
nehmen
wir
einen
kleinen
Umweg
zum
Wasserschloss
Mespelbrunn.
Bei
der
Inaugenscheinnahme
ist
man
an
einem
Sonntag
hier
nicht
allein,
denn
das
Schloss
hat
aufgrund
seines
malerischen
Aussehens
und
der
romantischen
Lage
und
nicht
zuletzt
durch
den
Film
weltweite
Bekanntheit
erlangt.
Die
Besucherzahl
pro
Jahr liegt bei 90.000 bis 100.000.
Die deutschen Mittelgebirge und ihre Gipfel
SPESSART