Bergauf - Bergab in den deutschen Mittelgebirgen
Letzte Aktualisierung: 22.04.2026
© Erich Arndt
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Mittelgebirge
Geografie:
Der
Kellerwald
ist
ein
bis
675,3 m ü.
NHN
hohes
und
514,5 km²
großes
Mittelgebirge
in
Hessen.
Er
liegt
im
westlichen
Zentrum
des
Westhessischen
Berg-
und
Senkenlands
an
dessen
Nahtstelle
zu
den
Ausläufern
des
Rothaargebirges und ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges.
Aufstiegs- und Abstiegsroute:
Die
10,0
km
lange
Tour
ist
als
Rundweg
angelegt,
sie
startet
und
endet
im
nordhessischen
Dorf
Densberg
am
Wanderparkplatz
Kellerhute
(siehe
GPS-
Track).
Anstrengung:
Mittelschwere Bergtour (T2), gute Grundkondition erforderlich, leicht begehbare
Wege, kein besonderes Können erforderlich.
Ausrüstung:
Dem Wetter angepasste Wanderausrüstung.
Gefahren:
Keine.
Bemerkung:
Der
Kellerwald
verfügt
über
eines
der
größten
unzerteilten
Buchenwaldgebiete
Deutschlands
und
enthält
mit
dem
Nationalpark
Kellerwald-Edersee
den
einzigen
Nationalpark
Hessens,
der
teilweise
zugleich
zum
UNESCO-Weltnaturerbe
Buchenwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas gehört.
Im Reisetagebuch geblättert
(Montag, 13.04.2026)
In der Heimat der Gebrüder Grimm unterwegs
Nach
traumhafter
Nacht
geht’s
gegen
7:00
Uhr
im
Hotel
Landgraf
in
Ziegenhain
aus
den
Betten.
Die
Temperatur
liegt
bei
8°C,
der
Himmel
ist
bewölkt.
Nach
gutem
Frühstück
checken
wir
aus
und
starten
Gegen
8:30
Uhr
mit
Sack
und
Pack
zur
Wandertour
in
den
Kellerwald.
Die
20
km
lange
Fahrt
bis
zum
Startpunkt
in
Densberg
dauert
25
Minuten.
Densberg,
das
kleine
nordhessische
Dorf
hat
etwas
über
400
Einwohner
und
ist
von
weitläufigen
Wäldern
umgeben.
Die
kleine
Gemeinde
liegt
im
Schwalm-Eder-Kreis
und
ist
ein Ortsteil von Jesberg.
Als
Ausgangspunkt
unserer
Wanderung
durch
den
Kellerwald
haben
Brigitte
und
ich
den
nördlich
des
Ortes
liegenden
Wanderparkplatz
Kellerhute
gewählt.
Die
Tour
ist
als
10
km
langer
Rundweg
angelegt.
Nach
dem
Start
geht’s
entlang
des
Weges
Am
Tannengraben
,
dann
folgt
der
Postelschlagsweg
und
die
Turmschneise
bis
die
Fliegerlinde
erreicht
ist.
Der
markante
Baum
am
Wegesrand
wird
von
manchem
Downhill
Fahrer
auch
„
Abfliegerlinde
“
genannt,
denn
auf
der
rasanten Fahrt durch die Turmschneise geht es an ihm vorbei.
Ein
Wander-Highlight,
dass
sich
anschließt
ist
der
Moor-
Erlebnispfad.
Er
liegt
unterhalb
des
Kellerwaldturms.
Der
Pfad
wurde
von
der
Naturparkverwaltung
Kellerwald-Edersee
errichtet.
Mehrere
Jahre
wurde
an
ihm
und
den
Bohlenstegen,
die
über
die
nassen
Stellen
führen
gearbeitet.
Auch
wenn
das
Moor
unter
der
anhaltenden
Trockenheit
und
den
Folgen
des
Klimawandels
leidet,
lohnt
eine
Wanderung
durch
das
Hochmoor,
denn
es
gibt
einige
seltenen
Pflanzenarten
in
der
einzigartigen
Moorlandschaft
zu
entdecken.
Wie
bei
einer
jeden
unserer
Mittelgebirgswanderungen
ist
auch
immer
der
Gipfel
mit
dabei.
Im
Kellerwald
ist
das
der
675,3
m
hohe
Wüstegarten,
der
auch
Hoher
Keller
genannt
wird.
Auf
ihm
steht
ein
28
m
hoher
Aussichtsturm.
Der
Kellerwaldturm
wurde
im
Herbst
2003
errichtet
und
am
9.
Mai
2004
offiziell
eingeweiht.
Er
ersetzte
den
18
m
hohen
Aussichtsturm
von
1971.
Die
Konstruktion
des
Turmes
ist
ein
Meisterwerk.
Das
verbaute
Lärchen-Kernholz
ist
außerordentlich
widerstandsfähig
und
durch
die
diagonal
ausgeführte
Doppelzangen-Bauweise
kann
der
Turm
bei
Wind
oder
bei
Belastung
mit
seitlichem
Knicken
nachgeben.
Als
Brigitte
und
ich
die
123
Stufen
bis
zur
Aussichtsplattform
hinaufsteigen,
ist
ein
leichtes
Schwanken
zu
spüren.
Ebenso
beeindruckend
wie
die
Bauweise,
ist
die
grandiose
Aussicht
vom
Turm.
Der
Blick
streift
weit
über
das
Rotkäppchenland,
der Heimat der Gebrüder Grimm.
Ganz
in
der
Nähe
erblickt
man
die
Gipfel
im
Hunsrück,
den
Erbeskopf
und
die
Sauklippe.
In
der
Ferne
sind
die
Bergspitzen
vom
Hohen
Meißner
und
des
Großen
Feldberg
im
Taunus
zu
erkennen.
Nach
den
schönen
Eindrücken
verweilen
wir
noch
einige
Minuten
am
Fuß
des
Turmes, denn dort gibt es einen Picknickplatz.
Nach
der
Rast
nehmen
Brigitte
und
ich
die
Überreste
eines
Ringwalls
in
Augenschein,
der
sich
in
der
Nähe
der
Kuppe
befindet.
Der
Wall
misst
200 m x
140 m
und
ist
stellenweise
bis
zu
7 m
breit.
Das
Oval
aus
Stein
stammt
mit
hoher
Wahrscheinlichkeit
aus
dem
9. Jahrhundert
n.
Chr.
Eine
Angabe
auf
einer
Texttafel
am
Berg
datiert
seine
Entstehung
in
der
Eisenzeit
und
gibt
eine
Nutzung
als
befestigter
Verteidigungsort
und
Kultplatz
an.
Die
menschliche
Phantasie
wird
angesprochen,
als
wir
auf
dem
Rückweg
an
der
Mausefalle
vorbeikommen.
Den
Namen
verdankt
die
Felsformation
ihrer
besonderen
Form:
Sie
besteht
aus
einer
Grundplatte,
auf
welcher
sich
ähnlich
einer
alten
Mausefalle
ein
weiterer
Stein
mit
einer
Neigung
von
etwa
45
Grad
aufbaut.
Man
muss
sich
nur
eine
so
große
Maus
vorstellen, die in diese Falle geraten kann.
Etwas
weiter
gibt
es
noch
einen
großen
Stein,
der
Erwähnung
finden
soll.
Es
handelt
sich
um
den
Quarzfelsen
Exhelmer
Stein.
Der
sichtbare
Teil
dieses
riesigen
Felsblocks
ist
etwa
10
Meter
lang,
6
Meter
breit
und
15
Meter
hoch.
Auf
dem
Gipfel
ist
ein
Kreuz
aufgestellt.
Ich
besteige
den
Felsen
und
finde
am
Kreuz
in
einem
Blechkasten
sogar
ein
Gipfelbuch.
Ein
letztes
Wanderhighlight
auf
der
Tour
ist
ein
historischer
Grenzstein,
der
etwas
abseits
des
Weges
liegt.
Die
Zuordnung
der
Grenzabsteinung
erschloss
sich
uns
leider
nicht.
Über
die
Wege
Hirschweg,
Höhenweg,
Bereisungsweg,
Kußschneise
und
Grüner-Weg
geht’s
zum
Ausgangspunkt
der
Tour,
zum
Parkplatz
Kellerhute, zurück.
Die deutschen Mittelgebirge und ihre Gipfel
KELLERWALD