Bergauf - Bergab in den deutschen Mittelgebirgen
Letzte Aktualisierung: 22.04.2026
                    © Erich Arndt
1. Schwarzwald 1. Schwarzwald 7. Thüringer Wald 7. Thüringer Wald 4. Harz 4. Harz
5. Fichtelgebirge 5. Fichtelgebirge 6. Schwäbische Alb 6. Schwäbische Alb 2. Bayerischer Wald 2. Bayerischer Wald 8. Rhön 8. Rhön 9. Oberpfälzer Wald 9. Oberpfälzer Wald 11. Thür. Schiefergebirge 11. Thür. Schiefergebirge 12. Rothaargebirge 12. Rothaargebirge 13. Hunsrück 13. Hunsrück 14. Frankenwald 14. Frankenwald 15. Zittauer Gebirge 15. Zittauer Gebirge 16. Vogelsberg 16. Vogelsberg 17. Elstergebirge 17. Elstergebirge 18. Hoher Meißner 18. Hoher Meißner 19. Eifel 19. Eifel 20. Nordpfälzer Bergland 20. Nordpfälzer Bergland 21. Gleichberge 21. Gleichberge 22. Kellerwald 22. Kellerwald 23. Pfälzerwald 23. Pfälzerwald 24. Ebbegebirge 24. Ebbegebirge 25. Westerwald 25. Westerwald 26. Fränkische Alb 26. Fränkische Alb 27. Lennegebirge 27. Lennegebirge 28. Kaufunger Wald 28. Kaufunger Wald 29. Knüllgebirge 29. Knüllgebirge 30. Odenwald 30. Odenwald 31. Habichtswälder Bergland 31. Habichtswälder Bergland 32. Gladenbacher Bergland 32. Gladenbacher Bergland 33. Mainhardter Wald 33. Mainhardter Wald 41. Lipper Bergland 41. Lipper Bergland 42. Alfelder Bergland 42. Alfelder Bergland 34. Lausitzer Bergland 34. Lausitzer Bergland 35. Spessart 35. Spessart 36. Elbsandsteingebirge 36. Elbsandsteingebirge 37. Kaiserstuhl 37. Kaiserstuhl 3. Erzgebirge 3. Erzgebirge 38. Solling 38. Solling 39. Haßberge 39. Haßberge 40. Steigerwald 40. Steigerwald MITTELGEBIRGE
Zum Seitenanfang
Zurück zur Startseite Mittelgebirge
Mountain Hiker
43. Kyffhäusergebirge 43. Kyffhäusergebirge 44. Reinhardswald 44. Reinhardswald 45. Eggegebirge 45. Eggegebirge 46. Siebengebirge 46. Siebengebirge 47. Teutoburger Wald 47. Teutoburger Wald 48. Burgwald 48. Burgwald 49. Calenberger Bergland 49. Calenberger Bergland 50. Bramwald 50. Bramwald
10. Taunus 10. Taunus 10. Taunus
Geografie: Der    Reinhardswald     ist    ein    über    200 km²    großes    und    bis    472,2 m ü.    NHN hohes   Mittelgebirge   des   Weserberglandes   im   Landkreis   Kassel,   Nordhessen. Die höchste Erhebung ist der Staufenberg.                              Aufstiegs- und Abstiegsroute: Die   8,3   km   lange   Tour   ist   als   Rundweg   angelegt,   sie   startet   und   endet   im   Ort Veckerhagen (siege GPS-Track).   Anstrengung: Mittelschwere Bergtour (T2), gute Grundkondition erforderlich, leicht begehbare Wege, kein besonderes Können erforderlich. Ausrüstung: Dem Wetter angepasste Wanderausrüstung.  Gefahren: Keine. Bemerkung: Als   Ort   von   Sagen   und   Legenmden   wie   Grimmscher   Märchen,   und   besonders durch   das   Dornröschenschloss   Sababurg   ist   der   Reinhardswald   überregional bekannt.
Der    Tag    beginnt    bewölkt    mit    frischen    8°C.    Um    7:30    Uhr    ist    im Nebenhaus    des    Hotels    Zur    Fulda     Frühstückszeit.    Es    wird    alles angeboten,   sodass   Brigitte   und   ich   gut   gestärkt   in   den Tag   starten.   Der letzte   Reisetag   wird   lang,   entsprechend   früh   geht   es   ab   8:05   Uhr   dem ersten   Reiseziel   entgegen.   Der   Reinhardswald   liegt   etwa   12   km   von Hannoversch Münden entfernt. Brigitte   und   ich   fahren   zum   Ortsrand   des   nordhessischen   Städtchens Veckershagen,   schultern   die   Rucksäcke   und   wandern   aus   dem   2.770 Seelen    zählenden    Ort    hinaus.    Links    des    Weges    plätschert    der Hasselbach,   der   im   Reinhardswald   entspringt   und   sich   im   Ort   mit   der Weser    vereint.    Nach    etwa    einem    Kilometer    ist    die    200-Meter- Höhenlinie   erreicht,   es   geht   in   den Wald   auf   steilem Trail   und   bergauf. Der Ramba-Zamba-Pfad der Mountainbiker wird gemeistert. Einen   ersten   Halt   gibt   es   an   der   Pauli-Grotte.   Der   Name   erinnert   nicht an   die   Kneipe   Grotte    im   Hamburger   Stadtteil   St.   Pauli,   sondern   an den    Forstmeister    Pauli,    der    hier    auf    der    Jagd    nach    einem    Hirsch gestorben   ist.   Von   der   Grotte   ist   nicht   mehr   viel   zu   sehen,   denn   die Natur   holt   sich   über   die   Jahre   ihr Terrain   zurück.   Einig   Schritte   weiter gibt    es    dann    noch    einen    Pauli-Gedenkstein    zu    sehen.    Zu    den Verstorbenen,   denen   am   Wegesrand   gedacht   wird,   zählt   auch   eine einst    mächtige    Schweinseiche,    die    als    Totholz    am    Boden    liegt. Daneben   wurde,   sozusagen   als   Ersatz,   im   Jahr   2019   eine   Jungeiche angepflanzt.    Wir    wandern    weiter    und    erreichen    am    Westhang    die Quelle   der   Holzape,   die   das   längstes   Fließgewässer   im   Reinhardswald ist.    Sie    mündet    südöstlich    in    der    Diemel.    Etwas    südwestlich    des Berggipfels   entspringt   der   kleine   Tiefenbach,   der   ostwärts   fließend   in die   Weser   mündet.   Gegen   10:00   Uhr   erreichen   Brigitte   und   ich   die Staufenberghütte   mit   der   Rentnerbank “   davor.   Ein   einladender   Ort, um   eine   Rast   einzulegen.   Sowohl   in   der   Hütte   als   auch   draußen   gibt es   Bänke   und   Tische.   Auffallend   ist   die   Dekoration,   denn   sie   besteht aus alten Wanderschuhen, die an die Wände genagelt sind.  
Nach   der   Pause   geht’s   weglos   durchs   Gestrüpp   zum   Gipfelstein   des 472,2   m   hohen   Staufenbergs.   Er   markiert   den   höchsten   Punkt   des Mittelgebirges    Reinhardswald    im    Landkreis    Kassel    in    Hessen. Bemerkt    sei,    dass    der    Südausläufer    des    Staufenbergs    Kleiner Staufenberg “   heißt,   421 m   hoch   ist   und   sich   unweit   des   Gipfels   der erste   deutsche   Friedwald   befindet.   Die   Inschrift   „W.K.   1836“   auf dem   Gipfelstein   des   Staufenbergs   im   Reinhardswald   hat   folgende Bedeutung: W.K. :   Steht   für   W ilhelm   K urfürst   (hier   Kurfürst   Wilhelm   II.   von Hessen-Kassel) .      Er      initiierte      die      landesweite      Vermessung (Triangulation),   um   genaue   Karten   für   Verwaltung   und   Militär   zu erstellen. 1836 :   Bezeichnet   das   Jahr,   in   dem   der   Messpunkt   auf   dem   Gipfel   des Staufenbergs    (mit    472,2    m    der    höchste    Berg    im    Reinhardswald) offiziell markiert wurde. Nach   der   Inaugenscheinnahme   des   Steins   und   einen   durch   Bewuchs begrenzten    Gipfelblick,    wandern    wir    in    einem    Bogen    um    die bewaldete     Kuppe     herum     und     später     durch     die     Eichenallee bergabwärts.      Durch      diese      Baumreihen      fuhren      vor      einigen Jahrhunderten    die    Landgrafen    von    Kassel    zu    ihrem    Jagdschloss Sababurg.    Darüber    hinaus    wurde    die    Schneise    für    den    Viehtrieb genutzt.    Ein    Teil    des    Weges    führt    am    Naturwaldreservat    der Weserhänge   vorbei.   Es   handelt   sich   hierbei   um   eine   Waldfläche,   die nicht   bewirtschaftet   wird   –   dem   Urwald   von   Morgen.   Hier kann   sich der     Wald     ohne     menschliche     Einflüsse     entwickeln.    Auf     einer Teilfläche,        dem        Totalreservat        und        den        an grenzenden Vergleichsflächen       mit       menschlicher       Nutzung,       wird       die se Waldentwicklung   von   der   Nordwestdeutschen   Forstlichen   Versuchs - anstalt    untersucht.        Nach    etwa    8    km    ist    der   Ausgangspunkt    der Wanderung wieder erreicht.
10. Taunus 10. Taunus 10. Taunus
Die deutschen Mittelgebirge und ihre Gipfel  REINHARDSWALD
Lage des Gebirges in Deutschland Blick auf den Reinhardswald Den Gipfelstein auf dem Staufenberg muss man im weglosen Gelände suchen
Im Reisetagebuch geblättert (Donnerstag, 16.04.2026)                                         Über den Ramba-Zamba-Pfad geht`s den Staufenberg hinauf
Unsere Wanderroute durch den Reinhardswald Über den Ramba-Zamba-Pfad gehts stetig in die Höhe Hier wird dem Forstmeister Pauli mit einer Grotte gedacht ... und einen Pauli-Gedenkstein gibt es wenige Meter weiter auch Hirschkopf auf dem Pauli-Gedenkstein Ein Bild mit Symbolik: Die gestürzte und die auferstandene Schweinseiche am Wegesrand Eichenallee - durch diese Baumreihen fuhren vor einigen Jahrhunderten die Landgrafen von Kassel An der Quelle der Holzape Im Kern des Naturparks Reinhardswald angekommen Die Staufenberghütte ist erreicht Hier werden die Alten gewürdigt - die Rentnerbank! Wie viele Kilometer werden diese Schuhe gelaufen sein? Höher geht es nicht! W.K. steht für Wilhelm Kurfürst; der Messstein wurde im Jahr 1836 errichtet