Bergauf - Bergab in den deutschen Mittelgebirgen
Letzte Aktualisierung: 22.04.2026
© Erich Arndt
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Mittelgebirge
Geografie:
Der
Reinhardswald
ist
ein
über
200 km²
großes
und
bis
472,2 m ü.
NHN
hohes
Mittelgebirge
des
Weserberglandes
im
Landkreis
Kassel,
Nordhessen.
Die höchste Erhebung ist der Staufenberg.
Aufstiegs- und Abstiegsroute:
Die
8,3
km
lange
Tour
ist
als
Rundweg
angelegt,
sie
startet
und
endet
im
Ort
Veckerhagen (siege GPS-Track).
Anstrengung:
Mittelschwere Bergtour (T2), gute Grundkondition erforderlich, leicht
begehbare Wege, kein besonderes Können erforderlich.
Ausrüstung:
Dem Wetter angepasste Wanderausrüstung.
Gefahren:
Keine.
Bemerkung:
Als
Ort
von
Sagen
und
Legenmden
wie
Grimmscher
Märchen,
und
besonders
durch
das
Dornröschenschloss
Sababurg
ist
der
Reinhardswald
überregional
bekannt.
Der
Tag
beginnt
bewölkt
mit
frischen
8°C.
Um
7:30
Uhr
ist
im
Nebenhaus
des
Hotels
Zur
Fulda
Frühstückszeit.
Es
wird
alles
angeboten,
sodass
Brigitte
und
ich
gut
gestärkt
in
den
Tag
starten.
Der
letzte
Reisetag
wird
lang,
entsprechend
früh
geht
es
ab
8:05
Uhr
dem
ersten
Reiseziel
entgegen.
Der
Reinhardswald
liegt
etwa
12
km
von
Hannoversch Münden entfernt.
Brigitte
und
ich
fahren
zum
Ortsrand
des
nordhessischen
Städtchens
Veckershagen,
schultern
die
Rucksäcke
und
wandern
aus
dem
2.770
Seelen
zählenden
Ort
hinaus.
Links
des
Weges
plätschert
der
Hasselbach,
der
im
Reinhardswald
entspringt
und
sich
im
Ort
mit
der
Weser
vereint.
Nach
etwa
einem
Kilometer
ist
die
200-Meter-
Höhenlinie
erreicht,
es
geht
in
den
Wald
auf
steilem
Trail
und
bergauf.
Der Ramba-Zamba-Pfad der Mountainbiker wird gemeistert.
Einen
ersten
Halt
gibt
es
an
der
Pauli-Grotte.
Der
Name
erinnert
nicht
an
die
Kneipe
Grotte
im
Hamburger
Stadtteil
St.
Pauli,
sondern
an
den
Forstmeister
Pauli,
der
hier
auf
der
Jagd
nach
einem
Hirsch
gestorben
ist.
Von
der
Grotte
ist
nicht
mehr
viel
zu
sehen,
denn
die
Natur
holt
sich
über
die
Jahre
ihr
Terrain
zurück.
Einig
Schritte
weiter
gibt
es
dann
noch
einen
Pauli-Gedenkstein
zu
sehen.
Zu
den
Verstorbenen,
denen
am
Wegesrand
gedacht
wird,
zählt
auch
eine
einst
mächtige
Schweinseiche,
die
als
Totholz
am
Boden
liegt.
Daneben
wurde,
sozusagen
als
Ersatz,
im
Jahr
2019
eine
Jungeiche
angepflanzt.
Wir
wandern
weiter
und
erreichen
am
Westhang
die
Quelle
der
Holzape,
die
das
längstes
Fließgewässer
im
Reinhardswald
ist.
Sie
mündet
südöstlich
in
der
Diemel.
Etwas
südwestlich
des
Berggipfels
entspringt
der
kleine
Tiefenbach,
der
ostwärts
fließend
in
die
Weser
mündet.
Gegen
10:00
Uhr
erreichen
Brigitte
und
ich
die
Staufenberghütte
mit
der
„
Rentnerbank
“
davor.
Ein
einladender
Ort,
um
eine
Rast
einzulegen.
Sowohl
in
der
Hütte
als
auch
draußen
gibt
es
Bänke
und
Tische.
Auffallend
ist
die
Dekoration,
denn
sie
besteht
aus alten Wanderschuhen, die an die Wände genagelt sind.
Nach
der
Pause
geht’s
weglos
durchs
Gestrüpp
zum
Gipfelstein
des
472,2
m
hohen
Staufenbergs.
Er
markiert
den
höchsten
Punkt
des
Mittelgebirges
Reinhardswald
im
Landkreis
Kassel
in
Hessen.
Bemerkt
sei,
dass
der
Südausläufer
des
Staufenbergs
„
Kleiner
Staufenberg
“
heißt,
421 m
hoch
ist
und
sich
unweit
des
Gipfels
der
erste
deutsche
Friedwald
befindet.
Die
Inschrift
„W.K.
1836“
auf
dem
Gipfelstein
des
Staufenbergs
im
Reinhardswald
hat
folgende
Bedeutung:
W.K.
:
Steht
für
W
ilhelm
K
urfürst
(hier
Kurfürst
Wilhelm
II.
von
Hessen-Kassel) .
Er
initiierte
die
landesweite
Vermessung
(Triangulation),
um
genaue
Karten
für
Verwaltung
und
Militär
zu
erstellen.
1836
:
Bezeichnet
das
Jahr,
in
dem
der
Messpunkt
auf
dem
Gipfel
des
Staufenbergs
(mit
472,2
m
der
höchste
Berg
im
Reinhardswald)
offiziell markiert wurde.
Nach
der
Inaugenscheinnahme
des
Steins
und
einen
durch
Bewuchs
begrenzten
Gipfelblick,
wandern
wir
in
einem
Bogen
um
die
bewaldete
Kuppe
herum
und
später
durch
die
Eichenallee
bergabwärts.
Durch
diese
Baumreihen
fuhren
vor
einigen
Jahrhunderten
die
Landgrafen
von
Kassel
zu
ihrem
Jagdschloss
Sababurg.
Darüber
hinaus
wurde
die
Schneise
für
den
Viehtrieb
genutzt.
Ein
Teil
des
Weges
führt
am
Naturwaldreservat
der
Weserhänge
vorbei.
Es
handelt
sich
hierbei
um
eine
Waldfläche,
die
nicht
bewirtschaftet
wird
–
dem
Urwald
von
Morgen.
Hier kann
sich
der
Wald
ohne
menschliche
Einflüsse
entwickeln.
Auf
einer
Teilfläche,
dem
Totalreservat
und
den
an
grenzenden
Vergleichsflächen
mit
menschlicher
Nutzung,
wird
die
se
Waldentwicklung
von
der
Nordwestdeutschen
Forstlichen
Versuchs
-
anstalt
untersucht.
Nach
etwa
8
km
ist
der
Ausgangspunkt
der
Wanderung wieder erreicht.
Die deutschen Mittelgebirge und ihre Gipfel
REINHARDSWALD
Im Reisetagebuch geblättert
(Donnerstag, 16.04.2026)
Über den Ramba-Zamba-Pfad geht`s den Staufenberg hinauf